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Donnerstag, 13.12.2018

Beratung u. Hilfe

Eine fachlich fundierte Beratung zum Umgang mit den Faltenwespen im menschlichen Siedlungsraum erhalten sie für die Städte Gladbeck und Bottrop von Volker Fockenberg unter der Telefonnummer 02045 – 84422.

Rote Wespenkönigin ©Michael Korn
Mitteleres Wespennest ©Michael Korn
Sächsisches Wespennest ©Michael Korn

Wespenschutz vor Ort

Deutsche Wespe©Michael Korn
Hornissenpaarung©Michael Korn
Mittlere Wespennest©Michael Korn

Die Hornisse

Unwissenheit,Vorurteile und Intoleranz gegenüber bestimmten Tierarten kann zur akuten Bedrohung ihrer Lebensräume und der gesamten Population führen. Warum die so große Angst vor so kleinen Tieren? Es ist die Unkenntnis der Lebensgewohnheiten der zu den Faltenwespen gehörenden Hornissen und die übergroße Angst gestochen zu werden. Hornissen sollen nach einem alten Aberglauben Menschen oder sogar Pferde töten können.

Wenden wir uns nun zu einer Betrachtung die auf Fakten und wissenschaftlichen Untersuchungen basiert. Die Hornisse ist die größte heimische Wespenart und in fast ganz Europa verbreitet. Sie bewohnt artenreiche Mischwälder, Auenwälder und Parklandschaften. Dabei nistet sie in größeren Baumhöhlen aber auch in großen und kleinen Hohlräumen im menschlichen Siedlungsbereich. Als Baumaterial werden kleine morsche Holzstücke gesammelt. Freihängende Nester stärkerer Völker sind circa 60 cm hoch und haben einen Durchmesser von bis zu 30 cm. Die Größe der Völker kann zwischen 100-700 Tieren schwanken.

Hornissen haben für Insekten einen ungewöhnlichen langen Lebenszyklus. Die überwinterte Königin trifft man Anfang Mai, Arbeiterinnen von Anfang Juni bis Ende Oktober in der Natur an. Die Jungköniginnen und die Männchen sind erst im August bis Ende Oktober zu entdecken. Zur Aufzucht der Brut wird tierisches Eiweiß benötigt. Hierfür werden andere Insekten hauptsächlich Fliegen aber auch vor kleineren Verwandten Wespenarten wird bei der jagt nicht haltgemacht um sie später an die Brut zu verfüttern. Die Erwachsenen Hornissen ernähren sich von Kohlehydraten die durch die Aufnahme von Baumsäften gewonnen werden.

Die Konflikte zwischen Mensch und Hornisse resultieren durch das falsche Verhalten der Gattung Mensch!Die Tiere verteidigten sich nur, wenn sie im unmittelbaren Nestbereich oder im Umkreis von 5 m gestört werden. Stiche sind für gesunde Menschen zwar schmerzlich aber ungefährlich!Ausnahmen bilden die Allergiker. Das richtige Verhalten in der Natur und besonders im Zusammenleben Mensch und Hornisse verringert das Konfliktpotenzial. Auch die Hornissen und andere Vertreter der Faltenwespen haben ein Natur gegebenes Existenzrecht!

Michael Korn